Bevor ich zu den Memoiren meines Lebens im Vorübergehen komme, möchte ich schildern, wie ich zu dem Spitznamen »Insektenjupp« gekommen bin, und damit zugleich den Titel meiner Memoiren erklären. Es war eine simple, kuriose, ja triviale Situation. Dank meiner Initiative flog 1976 eine Biene mit Namen Maja sehr erfolgreich über die deutschen und österreichischen Bildschirme. Und wieder einmal war Internationale Funkausstellung in Berlin, und wieder war an einem sonnigen Nachmittag im Sommergarten der Messe »Majas Party« zu einer Zeit, in der die Zeichentrickserie Animationsserie »Die Biene Maja« größten Erfolg erzielte.
Am Abend nach getaner Arbeit trafen sich Fernsehprominenz und Presse in der Bar des ehemaligen Hotel Schweizerhof an der Budapesterstraße in Berlin zum Nachttrunk. Später, wollte ich mir auch das Spektakel in der Bar anschauen. Dort saßen unter Anderen ein Programmdirektor der ARD, zwei Unterhaltungschefs von ARD und ZDF, sowie der stellvertretende Abteilungsleiter der damals Aktuellen Redaktion des ZDF, Horst Schättle. Dieser hatte am Tag im Sommergarten noch mit seinem Chef Karl-Heinz Rudolph das Titellied der Biene Maja mehr gegrölt als gesungen. Als er mich die Bar betreten sah, sprang er auf und schubste dabei ungewollt den Direktor des Bremer Senders von seinem Schemel, beugte sich dann zu ihm hinab und richtete sich und den Direktor wieder auf und rief lachend: »Das ist die Schuld des Insektenjupps«.
Damit war für die Presse mein Spitzname geboren, der einige Wochen lang für manchen hämisch-kritischen, spöttischen oder aber auch bewundernden Presseartikel herhalten musste, weil ja der Erfolg der 104 Episoden umfassenden Maja-Serie kein Ende zu haben schien.